Werte Bürgerschaft unserer Stadt,

Wir, Initiative Bildung im Bestand Hainburg, wollen Sie möglichst transparent über ein enorm wichtiges Vorhaben informieren – in unserer Stadt soll zu einem Projekt des Jahrhuderts kommen und leider wissen viele Bürger:innen noch immer nur einen Bruchteil von den wichtigen Fakten. Seit der Ankündigung im März 2023, d.h. 3 Jahre lang gab es seitens der Stadtgemeinde keine richtige öffentliche Diskussion, wo Fragen gestellt werden können und über das extrem wichtiges Thema transparent diskutiert werden konnte.

In Hainburg ist es geplant einen Europacampus zu errichten – dieser umfasst ab 2025 NUR ein Bildungscampus und ein neues Wohnquartier. Das ursprünglich (2023) geplantes GYMNASIUM und der KINDERGARTEN AM EXERZIERPLATZ WERDEN vor allem wegen der Hinweise auf den historischen jüdischen Friedhof in diesem Moment NICHT VERFOLGT. Zwei dislozierte Klassen des ürsprunglich am Exerzierplatz geplantem 32-Klassen Gymnasiums werden mittlerweile in ehemaliger Wasserkaserne (in der Nachbarschaft des Wasserturms) positioniert. Dies ersparrt den Weg nach Bruck an der Leitha bzw. nach Schwechat wenigstens einem Teil der Schüler:innen.

Der Bildungscamus umfasst eine Fachhochschule und dislozierte Forschungsplätze einer Universität. Auf dem (verbliebenen) Kasernenareal droht laut der zugänglichen Unterlagen und Informationen die Entstehung von Gebäuden in einer extremen Dichte. Aufgrung der Entfernung zu den Bahnhöfen erwarten viele Bürger:innen ein höheres Verkehrsaufkommen – die Stadt ist bereits jetzt zu Spitzenstunden überlastet, die Straßen sind regelmäßig am Limit.

Für die Bildungseinrichtungen des Bildungscampus (FH, Universität) existieren in Hainburg dabei sehr gut angeschlossene, bereits gebaute Objekte, welche mit wesentlich wenig Ressourcen umfunktioniert werden können. Damit könnten die von der Stadt / Land (?) gewünschten Bildungseinrichtungen früher errichtet werden und konkret zur Nachhaltigkeit beitragen.

In der Fachhochschule (seit 2026 University of Science) St. Pölten sollen „Green Tech, Smart Innovation, europäische Zusammenarbeit und neue Formen des Lehrens im Mittelpunkt stehen“ [Einladung der Stadtgemeinde zum Podiumdiskussion 30.8.2026 in Hainburg].

Ursprünglich (Sommer 2023) sollte mit Studienrichtung Biotechnologie die Pharmafirma Boehringer Ingelheim untersützt werden – sie hat jedoch ihre Ansiedelung in Bruck an der Leitha zurückgezogen. Der Inhalt des Bildungscampus hat sich zwischen 2023 und 2026 etwas geändert. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Am Biotech Campus Hainburg halten wir daher selbstverständlichen fest. Die in der Region ansässigen Biotec-Firmen wie Takeda und Pfizer haben großen Bedarf an Fachkräfte.“ [Bezirksbläter/MeinBezirk Bruck/Leitha 12.10.2023]. „Dieser Campus ist ein ganz zentrales Projekt, das im Einklang mit unserer Wirtschaftsstrategie 2030+ und unserer Hochschulstrategie 2030+ steht. Dieses Projekt unterstreicht unseren Anspruch: Niederösterreich zu einem der innovativsten und forschungsstärksten Standorte Europas zu machen.“ [Europacampus Hainburg, www.noe.gv.at, 23.3.2026]

Ab März 2026 soll auch die Technische Universität mit Ihren Laboren kommen – was mit sich die angekündigten zusätzlichen ca 200 Forschenden bringt.

Wir sind der Meinung, dass in Hainburg eine weitere Bodenversiegelung und eine extra Busshuttle nur für den Campus nicht erforderlich ist – eine gründliche Nachdenkpause, wie sie schon einmal zur Rettung der Au notwendig war, und ein tatsächliches Einbeziehen der Bürgerschaft in einer echten offenen Diskussion können auch hier zu einer glücklichen Lösung führen.

 

 

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